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Doppelprojektor

auch: Doppelmaschine; engl.: double system projector

In den 1920er bis 1940er Jahren – allerdings nur selten – angewendete Bauart von Projektoren, die von beiden Seiten bedienbar waren: Sie hatten zwei Feuerschutztrommeln, die die Filmrollen aufnahmen, und zwei Lampengehäuse (oder nur ein verschiebbares) auf einer einzigen Säule. Durch die nebeneinanderliegenden Trommeln erhöhte sich allerdings die Brandgefahr so stark, dass derartige Projektoren nicht mehr zugelassen wurden.
Doppelprojektoren kamen auch bei 3D-Filmen zum Einsatz: Im sogenannten „Zweiband“-Verfahren, bei dem die beiden 3D-Teilbilder auf getrennten 35 mm-Filmbändern aufgenommen wurden, war für die Wiedergabe ist ein speziell konstruierter Doppelprojektor erforderlich, der beide Filme in absolutem Gleichlauf wiedergeben konnte.
Schließlich war auch einer der ersten Projektoren überhaupt ein Doppelprojektor: Das Bioskop der Brüder Skladanowski konnte nur 8B/S pro Projektor wiedergeben und fügte den Film darum aus einer Doppelprojektion – jedes zweite Bild kam von dem jeweils anderen Projektor – zusammen. 
 

Referenzen