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downbeat ending

Gegensatz: upbeat ending; dt. etwa: deprimierendes, pessimistisches Ende; gelegentlich mit der musikalischen Metapher der abwärtsweisenden Geste des Dirigenten verbunden

Vor allem in der Kritik auftretende Bezeichnung für Textschlüsse, die – im Gegensatz zum happy ending – eine katastrophale Entwicklung nachzeichnen (Trennung und nicht Vereinigung des Paares, Tod und nicht Rettung der Verfolgten, Untergang der Welt und nicht ihre Rettung, Triumph des Schurken und nicht des Helden usw.). Downbeat endings werden oft als realistischer ausgewiesen, aber auch als deprimierender. In der Drehbuchliteratur wird die Entscheidung, eine Geschichte ubeat oder downbeat enden zu lassen, vielfach diskutiert – manche Geschichten scheinen für ein deprimierendes Ende prädestiniert zu sein, so dass ein happy ending künstlich angeklebt erscheinen würde. Gerade in diesen Fällen ist aber ein konsistente Begründung für das downbeating erforderlich. Düstere Enden behindern nicht unbedingt den Erfolg von Filmen (wie zahlreiche Melodramen, aber auch ein Film wie Se7en, USA 1995, David Fincher, belegt). Allerdings – wie noch die satirische Wendung am Schluss von The Player (USA 1992, Robert Altman) zeigt – werden die glücklichen Wendungen am Schluss im Hollywood-Kino eindeutig bevorzugt.