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DSLR

Akronym aus engl.: digital single-lens reflex; dt.: digitale Spiegelreflexkamera; auch: DSR (digitale Spiegelreflex[kamera]); als Bezeichnung für video-fähige DSLRs: Video‑DSLR, VDSLR, HDSLR

Englischsprachige Abkürzung für Spiegelreflexkameras mit digitalem Aufnahmesensor. Derartige Modelle  werden seit Ende der 1980er produziert. Kodaks Electro-Optic Camera aus dem Jahr 1987 gilt als frühestes Exemplar. Heute (Stand: 2017) sind die meisten DSLRs dazu in der Lage, zusätzlich zu Photographien Videos aufzuzeichnen. Nikon stellte am 27.8.2008 mit seiner D90 ein erstes Modell auf der Photokina vor, Canon folgte kurz darauf mit der EOS-5D-II. Video‑DSLRs werden inzwischen auch für Werbefilme und Kurzfilme verwendet, die Tonaufzeichnung erfolgt in der Regel mit einem externen Audiorekorder. Die Arbeitsweise ist mit einer klassischen Filmkamera zu vergleichen.

Ein erster professioneller Einsatz gilt eine von Greg Yaitanes (Kameramann: Gale Tattersall) komplett mit der Canon-DSLR EOS-5D-II gedrehte Folge der Serie Dr. House, das Finale der sechsten Staffel Help Me (gesendet 17.5.2010). In TV‑Serienproduktionen hat sich die DSLR inzwischen bewährt und wird des öfteren eingesetzt. Sie findet aber auch in der Filmproduktion Verwendung, wenn  sich die geringe Größe der Kamera für die Aufnahmen in beengten Räumlichkeiten anbieten oder man ihre hohe Empfindlichkeit ausnutzen will (oft geht es nur um wenige Sequenzen [wie in The Black Swan, USA 2010, Darren Aronofsky, der gleich mehrere Kamerasysteme einsetzt – ARRI Super 16mm, Canon 7D, Canon 1D Mark IV und Canon 5D Mark II]; ein Beispiel für einen in Gänze mit der Canon EOS-5D photographierten Film ist der Actionfilm Act of Valor, USA 2012,  Mouse McCoy, Scott Waugh, der zum großen Teil in Militärfahrzeugen spielt).