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dumbshow

auch: dumb show, dumb‑show; dt.: Pantomime, manchmal auch: Mienenspiel

(1) Ursprünglich als Bezeichnung für dem mittelalterlichen und dem Renaissance-Theater typische Spielabschnitte, die stumm-pantomimisch audgeführt wurden. Derartige Einlagen finden sich auch im Kabuki-Theater. Auch im Kino hat es immer wieder solche pantomimischen Einlagen gegeben – nicht nur in Filmen mit Pantomimen wie Jean Louis Barrault (etwa in Les Enfants du Paradis, Frankreich 1945, Marcel Carné), sondern auch als Spiel im Spiel oder als Insert wie in manchen Schlagerfilmen (wie etwa in Caterina Valentes Maurice-Chevalier‑ und Charlie-Chaplin‑Parodien aus ...und abends in die Scala, BRD 1957, Erik Ode).

Literatur: Mehl, Dieter: Die Pantomime im Drama der Shakespearezeit. Ein Beitrag zur Geschichte der Dumb‑Show. Heidelberg: Quelle & Meyer 1964. - Schlichting, Klara: Metadrama im Film. Filmische Repräsentationen von Dumb Show und Spiel im Spiel in „Hamlet“. Hamburg: Dr. Kovács 2013.

(2) Gelegentlich auch als Allgemeinbezeichnung für ,pantomimisches Spiel‘.