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Dunningcolor

auch: Dunning Colour

Von Carrol H. Dunning, der schon beim Prizma Color Film The Glorious Adventure (1922, J. Stuart Blackton) mitgearbeitet hatte und bei Kesdacolor beteiligt war, und zum Teil mit seinem Sohn Dodge in den 1930er Jahren ausgearbeitete Verfahren:

(1) Mit einer Strahlenteilerkamera aufgenommene Farbauszüge wurden in Schichttiefen eines normalen (einschichtigen) Positivfilms einkopiert und jeweils nach dem Beizfarben- und dem Tonungsverfahren eingefärbt. Diese Methode wurde um 1936 in den USA und in England (dort als Dunning Colour) für einige Werbe-, Kultur- und unbedeutende Spielfilme eingesetzt. Später diente das Kopierverfahren zur Anfertigung von Duplikaten von 16mm-Kodachrome-Schmalfilmen im Dunning Color Laboratory.

Literatur: Cornwell-Clyne, Major Adrian: Colour Cinematography. 3rd ed. London: Chapman & Hall 1951, S. 418.

(2) Ein System mit Bipack-Aufnahme und Kopie auf einem nach dem Tonungsverfahren eingefärbten Dipo-Film. 

(3) 1937 wurde das Verfahren (2) durch Auftragung eines Gelbfarbstoffs entsprechend dem Technicolor-Druckprozess auf drei Farben erweitert. Die Aufnahmen sollten mit einer Strahlenteilerkamera ähnlich Technicolor gemacht werden. Es gelangte anscheinend nicht zum praktischen Einsatz. 
 

Referenzen