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DuPont Color

1949-1953 von DuPont de Nemours & Co. Inc., Wilmington, Del. (USA), hergestellter spezieller Positivfilm (voller Name: DuPont Release Positive Film). An Stelle von Gelatineschichten wurden synthetische Polymerschichten verwendet, in welche die lichtempfindlichen Silberhalogenide und die Farbkuppler eingebettet waren. Kopiert wurde über Farbauszüge von Ansco Color (z.B. für den 3D-Film Bwana Devil, USA 1952, Arch Oboler) und Eastman-Color-Negativfilmen. Schon 1949 waren im Folgeverfahren aufgenommene Zeichentrickfilme damit kopiert worden. Der Verarbeitungsprozess folgte dem Agfacolor-Verfahren. DuPont Color gelangte auch für Trucolor(2) zum Einsatz. Die Kopien sind gut erhalten geblieben. DuPont de Nemours arbeitete auch schon lange an Mehrschichtenfilmen, wahrscheinlich nach dem Agfacolor-Verfahren, gab dieses Vorhaben aber schließlich wegen der Überlegenheit von Eastman Color auf. 

Literatur: Cornwell-Clyne, Major Adrian: Colour Cinematography. 3rd ed. London: Chapman & Hall 1951, S. 27, 754-756. – Koshofer, Gert: Kodak und der Kinofarbfilm. In: Weltwunder der Kinematographie (hrsg. v. Joachim Polzer) 6, 2002, S. 328. – Schultze, Werner: Farbenphotographie und Farbenfilm. Berlin/Göttingen/Heidelberg: Springer 1953, S. 89-91.