Metainformationen zur Seite

Dux Kino

Das Dux Kino war ein Spielzeugprojektor der 1904 gegründeten Firma Markes & Co aus Lüdenscheid, die zunächst Blechspielzeug und Metallbaukästen hergestellt hatte und heute Kugellager produziert. 1935 wurde das Dux‑Kino‑Modell MM vorgestellt, das der spanische Ingenieur Miguel Enrique Nebel entwickelt hatte; 1938 folgte das perfektionierte Modell 3, nach dem Krieg das Dux Kino Modell 40 (1948); die endgültige Form war das Modell 44 (1952). Die Zeichentrickfilme für den einer Laterna Magica ähnelnden Projektor (die Bildstreifen wurden quer zum Projektor vor dem Bildfenster hergeführt) wurden – mit Ausnahme einer Serie von Disney-Filmen – von dem italienischen Zeichner Aurelio Gallepini gezeichnet. Ein eigener Projektortyp waren das „Kleine Kino“ (1935) und die Dux Silberschwalbe (1936?), die einen kurzen 11mm-Film als Schleife vorführen konnten.

Das Dux Kino wurde in Europa international vermarktet; in Frankreich firmierte der Projektor als Ciné Sélic, in der Schweiz als Trixine, in England als Toy Cinema. Der Erfolg der Dux-Projektoren führte dazu, dass auch andere Anbieter den Markt mit Spielzeugprojektoren zu erobern suchten (wie der US-Konzern Fisher Price, die französischen Établissements Giacomo de Andreis [EGDA], die ebenfalls in Frankreich produzierende Firma Meccano‑Tri‑ang, die Schweizer Tenag S.A.); für die DDR-Auswertung baute Zeiss Ikon baute ab Mitte der 1950er einen Projektor, der ähnlich dem Dux-Kino 35mm‑Streifen horizontal projizierte („Kino Lilliput“). War bis dahin 35mm-Horizontalfilm verwendet worden (1935-62), kam es 1968 zur Umstellung auf die Projektion von 8mm-Spulenfilm. Die Produktion der Dux-Kino-Apparate wurde Ende der 1970er eingestellt.