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Eisrevue

Holiday on Ice wurde 1943 in den USA von dem Sportunterhaltungsmanager Morris Chalfen gegründet. Sie wurde als erste Ausprägung der Eisrevue eine viele Jahre beliebte Form der Life-Unterhaltung, zwischen Revue und Eiskunstlauf angesiedelt. Sie fand mit der von Will Petter angestoßenen Gründung der Wiener Eisrevue 1945 auch in Europa eine Heimstatt (das Projekt wurde erst in den 1970ern beendet). So, wie die Eisrevue das Bühnengenre der Revue adaptierte, so wurde auch die Operette zu der eigenen Spielart der Eisoperette und sie amalgamierte die Eistanz-Elemente der Revue mit dem Handlungsfaden der Wiener Operette. Es entstanden in den 1950ern eine ganze Anzahl von Filmen mit dem Ensemble der Wiener Eisrevue , die entweder längere Eisrevue-Sequenzen enthielten oder sogar ganz im Milieu der Eisrevuen spielten (u.a. Frühling auf den Eis , Österreich 1950/51, Georg Jacoby , oder Traumrevue , Österreich 1959, Eduard von Borsody) . Die amerikanische Adaption der Eisrevue im Kino beginnt in den 1930er (etwa in Thin Ice , USA 1937, Sidney Lanfield, oder Ice-Capades Revue , USA 1942, Bernard Vorhaus).

Oft wurde auf Sportstars zurückgegriffen – so die deutsche Eiskunstlauf-Meisterin Ina Bauer in Kauf dir einen bunten Luftballon (Österreich 1960, Geza von Cziffra ) oder in Ein Stern fällt vom Himmel (BRD/Österreich 1961, Géza von Cziffra) oder das Paar Hans-Jürgen Bäumler und  Marika Kilius in Die große Kür (BRD 1964, Franz Antel) . Die sportlichen Trophäen der Darsteller unterstreichen die Perfektion der Durchführung und sind Teil der production values der Show. Diese Praxis wurde schon mit der norwegische n Eiskunstläuferin Sonja Henie in den 1930ern realisiert (in dem Eisrevue-Film One in a Million , USA 1936, Sidney Lanfield, der wie alle anderen Filme mit ihr zum Erfolgsfilm wurde) .

Literatur: Traumfabrik auf dem Eis. Von der Wiener Eisrevue zu Holiday on Ice . Hrsg. v.  Bernhard Hachleitner und Isabella Lechner. Wien: Metro-Verlag 2014 .