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Fair Use

dt. etwa: angemessene Verwendung

Als Fair Use bezeichnet man eine Rechtsdoktrin des anglo‑amerikanischen Urheberrechts‑Systems, die bestimmte, nicht autorisierte Nutzungen von geschütztem Material zugesteht, sofern sie der öffentlichen Bildung und der Anregung geistiger Produktionen dienen (Copyright Act von 1976, 17 U.S.C., §107): Das Prinzip besagt, dass die Wiedergabe urheberrechtlich geschützten Materials zum Zwecke der kritischen Auseinandersetzung (critiscism), der Stellungnahme (comment), der Berichterstattung (news reporting), der Bildung (teaching) und der Wissenschaft (scholarship and research) keine Urheberrechtsverletzung darstellt.  Im Vereinigten Königreich und etlichen Commonwealth‑Staaten gilt ein ähnliches, restriktiveres Konzept namens Fair Dealing.

Literatur: Förster, Achim: Fair Use. Ein Systemvergleich der Schrankengeneralklausel des US‑amerikanischen Copyright Act mit dem Schrankenkatalog des deutschen Urheberrechtsgesetzes. Tübingen: Mohr Siebeck 2008.