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Filmdokument

(1) Im engeren Sinne der Dokumentation eine (nicht unbedingt nachbearbeitete) Dokumentarfilmaufnahme eines einzelnen Ereignisses (v.a. Einweihungen, Krönungen, Großveranstaltungen u.ä.). Vor allem im Kontext geschichtswissenschaftlicher und -didaktischer Überlegungen.

Literatur: Loiperdinger, Martin: Das junge Deutschland marschiert. Ein Filmdokument zum Reichsjugendtag 1932. Frankfurt: Institut für historisch-sozialwissenschaftliche Analysen 1979 (Arbeitspapiere des IHSA. 8.). – Moltmann, Günter / Reimers, Karl Friedrich: Zeitgeschichte im Film‑ und Tondokument . 17 historische, pädagogische und sozialwissenschaftliche Beiträge. Göttingen: Musterschmidt 1970.

(2) Darüber hinaus kann aber jeder Film bzw. jede Filmaufnahme zu einem Dokument ihrer Zeit werden, z.B. für eine zeitgenössische Sicht (Mentalität, Propaganda etc.). Der Wert als Dokument hängt dabei vor allem von der Fragestellung ab. Meist werden Kultur‑ und Dokumentarfilme als als dokumentaffine Filmgattungen angesehen; doch können auch Lehr‑ und Werbefilme, Wochenschauen und letztlich sogar alle Formen des Spielfilms als typische Vertreter eines Zeitstils, als Repräsentationen vergangener Alltagspraktiken, als Anlass historischer Geschmacksstreite oder politisch-ideologischer Auseinandersetzungen dienen.

Literatur: Terveen, Fritz: Das Filmdokument in der historisch‑politischen Bildungsarbeit. 2., neubearb. Aufl. Hamburg: Staatliche Landesbildstelle und Kuratorium für Staatsbürgerliche Bildung 1967.1970. – Reimers, Karl Friedrich / Friedrich, Hans (Hrsg.): Zeitgeschichte in Film und Fernsehen. / Contemporary history in film and television. Analyse, Dokumentation, Didaktik. München: Ölschläger 1982 (Studies in History, Film and Society. 3.).