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Filmkleber (1)

In der Vergangenheit hatte es im wesentlichen drei Arten von Filmklebern gegeben, die von den Film‑Kopierwerken im Selbstansatz bis in die 1960iger Jahre hergestellt worden waren:

- Klebekitt (auch: Filmzement) ist eine farblose Flüssigkeit, die beim Nasskleben von Nitro- und Acetatfilm Verwendung findet; einige klebten nur Nitro-, andere nur Acetatfilm, wieder andere waren Universalklebstoffe für beide Träger. Filmkleber bestanden meist aus Azeton, Essigsäure oder Essigäther, Amylazetat, Eisessig, Kampfer und aufgelösten Filmschnitzeln. Sie konnten mit Azeton verdünnt werden. Die Nitroklebstoffe sind feuergefährlich, durften darum nur in kleinen Mengen aufbewahrt werden.

Als der Nitrofilm durch den Triazetatfilm abgelöst wurde, ging die Klebetechnik in die Richtung der Azetone mit auch anderen Beimengungen wie z.B. Dioxan, die aber Anfang der 1980er – weil: gesundheitsschädlich! – nicht mehr verwendet werden durften. Zu dieser Zeit bestanden die handelsüblichen Kleber in der Regel aus etwa 5 verschiedenen Substanzen. Kodak und andere Hersteller bekamen mit der Umstellung erhebliche Schwierigkeiten und blieben anfällig. Agfa erfand den CINECOL, der nur noch aus 3 Substanzen bestand (zwei verschiedenen Ketonen aus der Reihe der vielen Azetonarten und dem Diacetat Cellit f 900). Diesen Kleber gibt es noch heute.

- Beim Trockenkleben (von Polyesterfilm) wird noch heute ein transparentes selbstklebendes Spezial-Klebeband verwendet, das z.B. im 16mm‑Format genau 2 Bilder abdeckt (Catozzo‑Trockenklebepresse), unabhängig davon, ob es sich um Azetat‑oder Polyesterfilm handelt.

- Für den 16mm Magnetton‑Schnitt, in Schrägschnitten getrennt und geklebt mit der Catozzo‑Klebepresse,  wurde ein perforiertes weißes Klebeband („Tonkleber“) in Längsklebung verwendet. 

Referenzen