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Filmkonservierung

Unter Filmkonservierung versteht man das Sichern und Bewahren von Filmmaterial (Bild und Ton), um dieses vor Verschlechterung des physikalischen Zustands bzw. Totalverlust zu schützen. Die Lebensdauer des Filmbands aus Nitrozellulose, Azetatzellulose und Polyester ist unterschiedlich. Doch bei allen drei Materialien ist es notwendig, sie unter gewissen kontrollierten Klimabedingungen zu lagern, die erlauben, sie zukünftigen Generationen zu zeigen. Filmarchive gehen von einer Aufbewahrungsdauer von mindestens 100 Jahren aus. Eine optimale Lagerung geschieht bei tiefen Temperaturen, niedriger relativer Luftfeuchtigkeit und regelmäßiger Zufuhr von Frischluft, die durch Filter von gefährlichen Produkten der Umweltverschmutzung (Säuren, Staub) gereinigt ist. Manchmal ist zum Bewahren von Film, der sich bereits in sehr schlechtem Zustand (Essigsäuresyndrom, Nitrozersetzung) befindet, auch das Umkopieren notwendig, wobei Bildinformationen über eine Kopiermaschine vom ursprünglichen auf einen neuen Filmträger übertragen werden. Auch diesen Vorgang zählen viele Archivare zur Filmkonservierung, auch wenn es sich hier bereits um eine Reproduktion von Bild und Ton handelt, also um mehr als ein Konservieren des Ursprünglichen.