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Filmoper

(1) Ab‑ bzw. Verfilmungen von Opern werden oft als Filmopern bezeichnet, wobei zu unterscheiden ist die Dokumentation von Aufführungen von der tatsächlichen Verfilmung, also der filmischen Adaption einer Oper. Als erste Filmoper wird gemeinhin eine zweiminütige Version von Donizettis Die Regimentstochter bezeichnet, die 1898 in New York erstaufgeführt wurde. Der meistverfilmte Opernstoff ist Carmen mit mehr als 60 filmischen Adaptionen, die meist auf der Oper, manchmal aber auch auf der literarischen Vorlage von Prosper Mérimée basieren. 

Literatur: Wlaschin, Ken: Encyclopedia of Opera on Screen. New Haven, Conn.:Yale University Press 2004.

(2) Speziell für das Kino komponierte Opern sind in den zahlreichen Versuchen, Bild und Ton während der Stummfilmzeit zusammenzuführen, eine Randerscheinung. Speziell in Deutschland und Österreich wurden derartige Filmopern, die in zeitgenössischen Medien auch Kinoopern genannt wurden, produziert. Vor Einführung des Tonfilms wurden sie entweder durch live auftretende Sänger oder mit Hilfe von mechanischen Instrumenten (meist Grammophonen) begleitet.

Literatur:  Paul Fryer: The Opera Singer and the Silent Film. Jefferson, NC: McFarland an Co. 2005.
 

Referenzen