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Filmschrumpfung

Sämtliches Filmmaterial altert. Je nach Lagerungsumständen können dabei Schäden auftreten. Bei den bis etwa 1950 als Trägermaterial verwendeten Zellulosenitrat, Zellulosediacetat und Zellulosetriacetat kann der Film im Laufe der Zeit schrumpfen, er wird schmaler und kürzer. Ist ein bestimmtes Maß der Schrumpfung erreicht, kann so ein Film nicht mehr vorgeführt werden, weil der Abstand der Perforationslöcher für die Zahnräder des Projektors zu klein ist. Eine weitere Gefahr ist das Wellen und Ablösen der die Farbpigmente enthaltenden Gelatineschicht, die nicht im selben Maße schrumpft wie das Trägermaterial.
Beim Restaurieren werden solche Filme möglichst schonend auf Polyester-Trägermaterial optisch umkopiert. Ist die Schrumpfung zu groß, müssen sie einzelbildweise kopiert werden. Immer mehr beschädigte Filme werden komplett digitalisiert, d.h. in hoher Auflösung (4K) eingescannt, um dann im Computer wiederhergestellt zu werden.
Das heute fast ausschließlich verwendete Polyester als Trägermaterial hat auch nach 50 Jahren noch sehr gute Maßhaltigkeit. Es besitzt allerdings nicht die optische Klarheit von Zellulosenitrat und ist insgesamt spröder. 
 

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