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Flop

manchmal auch: Flopp; von engl. flop = Misserfolg; auch: floppola, bomb, turkey

Einen Film, der auf kommerzieller Ebene trotz hoher Einspielerwartungen beim Publikum durchgefallen ist, nennt man „Flop“. Ein Beispiel ist Cutthroat Island (1995, Renny Harlin), der bei 100 Millionen US-$ Produktionskosten angeblich nur 14 Millionen einspielte. Die Gründe für das Scheitern decken ein sehr breites Spektrum ab und reichen von der Anspruchs- und Phantasielosigkeit langweiliger Remakes oder Anschlussprodukte über inhaltliche Überforderungen des Publikums in Spätwerken bis hin zu veränderten politischen Produktionsbedingungen. Freilich ist ein kommerzielles Scheitern nicht gleichbedeutend mit ästhetischem Missglücken – auch wenn ästhetische Kriterien für den Misserfolg mitverantwortlich sein können. So ist es möglich, dass ein Flop später, unter Umständen erst Jahrzehnte nach seiner Premiere, wieder- oder besser neu entdeckt wird (und vielleicht sogar zum Kultfilm avanciert). In solchen Fällen spricht man von einem sleeper, einem vom Schlaf Erwachten (zu denen Cleopatra, 1963, Joseph L. Mankiewicz, rechnet, der erst im Lauf der Jahrzehnte die 44 Millionen US-$ Produktionskosten einspielte). Manche Filme werden in der Presse zu Flops deklariert, ohne tatsächlich aber ein finanzielles Debakel erlebt zu haben (wie der Kevin-Costner-Film Waterworld, 1995, Kevin Reynolds, der nur für Universal-Studios, die die Produktionskosten von 175 Millionen US-$ abschrieben, ein Verlust war; nach dem Verkauf der Studios spielte der Film über 260 Millionen US-$ ein).

Beispiele: Monpti (BRD 1957, Helmut Käutner); The Quiet American (USA 1958, Joseph L. Mankiewicz); Dune (USA 1984, David Lynch).