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Flügelblende

auch: Umlaufblende

Rotierendes Bauteil des Projektors, welches den Lichtstrahl unterbricht, damit der Film um genau ein Bild vorgeschoben werden kann. Wenn der Filmstreifen um ein Bild weitertransportiert und wieder angehalten worden ist, wird das Lichtfenster wieder freigegeben. Auf diese Weise wird ein normaler Kinofilm mit 24 Bildern pro Sekunde projiziert. Allerdings würde eine 24fache Projektion/Sekunde ein stark flimmerndes Bild erzeugen. Die Flügelblende ist nun aber zweigeteilt und unterbricht den Lichtstrahl – bei stehendem Bild – ein zweites Mal (Zweiflügel-Blende). Jedes Bild wird so zweifach projiziert. Dadurch erhöht sich die Anzahl der Expositionen auf 48Hz/Sekunde, dem heute im Kino üblichen Wert. Beim Stummfilm, der mit ca. 16 BpS belichtet war, verwendete man eine Drei-, gelegentlich sogar eine Vierflügelblende, so dass auch hier die Zahl der Expositionen bei ca. 48Hz/Sekunde lag. Bei einer ganzen Reihe von Projektoren lassen sich die Blenden austauschen, so dass man auch Stummfilme mit einer Drei- oder Vierflügel-Blende einigermaßen flimmerfrei vorführen kann. Der Nachteil liegt auf der Hand – man benötigt mehr Licht, je öfter der Lichtstrahl unterbrochen wird.

Referenzen