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Folgeverfahren

Die Farbauszüge wurden zeitlich nacheinander auf hintereinander folgende Bildfelder eines Schwarz/Weiß-Films belichtet. Die Aufnahme und zumeist auch die Vorführung erfolgten durch eine vor dem Objektiv von Kamera bzw. Projektor rotierende zwei- oder dreifarbige Filterscheibe mit erhöhter Bildfrequenz. Nachteile des vor Einführung es Tonfilms häufig verwendeten Verfahren (z.B. Kinemacolor) waren Farbflimmern und zeitliche Parallaxenfehler. Neben diesen additiven Verfahren gab es auch subtraktive mit abwechselnd eingefärbten Bildern auf dem Kopierfilm (z.B. Biocolour, New Friese-Greene Natural Colour Process). Das auf den Deutschen H. Isensee (1897) zurückgehende Folgeverfahren ist zuletzt noch häufig zur Aufnahme von Zeichentrickfilmen angewandt worden. Bei einigen Filmen war das Folge- mit dem Spreizverfahren kombiniert (z. B. Biochrom, Francita-Réalita).

Literatur: Schultze, Werner: Farbenphotographie und Farbenfilm. Berlin/Göttingen/Heidelberg: Springer 1953, S. 24-25, 28, 115.