Metainformationen zur Seite
  •  

Frame-Analyse (1)

auch: Rahmen-Analyse, Framing; engl.: frame analysis

Der Begriff Frame-Analyse geht auf ein sozio-kognitives Konzept von Erving Goffman zurück, demzufolge Frames demnach Interpretationsschemata sind, die es dem einzelnen als Organisationsprinzip für Alltagserfahrungen ermöglichen, soziale Vorkommnisse und Ereignisse zu kategorisieren und zu interpretieren. Es sind Deutungsmuster oder Interpretationsschemata, welche sonst sinnlose Aspekte einer Szene zu etwas Sinnvollem machen. Rahmen ermöglichen so die Lokalisierung, Wahrnehmung, Identifikation und Benennung einer anscheinend unbeschränkten Anzahl konkreter Vorkommnisse, die im Sinne des Rahmens definiert sind. Je nach dem Rahmen, in den ein Ereignis eingestellt wird, erhält es eine andere Bedeutung. Rahmen werden als kollektive Interpretationsmuster unter Rückgriff auf medial erworbene Schematisierungen v.a. auch zur Identitätskonstruktion verwendet.

Literatur: Goffman, Erving: Rahmenanalyse. Ein Versuch über die Organisation von Alltagserfahrungen. Frankfurt: Suhrkamp 1977. Amerik. Orig. 1974.

Referenzen