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free-time

Eigentlich ist free-time music eien Bezeichnung für alle Musiken, die keinen festliegenden Takt haben und deren Rhythmus variabel und fließend ist; gewisse Spielformen des Jazz gelten als Beispiele derartiger Musiken; im Film ist die Bezeichnung von der genauen Koppelung von Bild und Ton abgesetzt. Wenn also die Koordination von Bild, Dialog und Musik nicht sehr präzise sein muss (wenn also kein underscoring erfolgen muss), entstanden in der Studio-Phase der Filmmusik u.U. längere Filmabschnitte, in denen die Musiken nicht mit dem Klick-Verfahren mit den visuellen Strukturen synchronisiert wurden (eben darum auch die Bezeichnung free-time, dt. etwa: „(klick-)freie Zeit“); dann konnte die Musik freier ausgespielt werden. Um dennoch die Synchronisation mit dem Bild nicht zu verlieren, suchte der Dirigent des Filmorchesters mittels einer Uhr, von Ereignissen im Bild oder auch von streamers (das sind visuelle Marken, die im Bild untergebracht werden) eine möglichst genaue Anlegung der Musik an den Fluss der visuellen Geschehnisse zu erreichen.