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Geschlechterkampf

Motiv, das insbesondere das Ehedrama, den Frauenfilm und gelegentlich den Psychothriller grundiert und dessen Kern emotional hoch aufgeladene Macht- und Konkurrenzkämpfe zwischen Männern und Frauen innerhalb intimer (sexueller) Beziehungen in der patriarchalisch verfassten Gesellschaft bilden. Dabei können Konflikte bis zum Beziehungs- und Familienmord eskalieren. Geschlechterkämpfe reflektieren die starren Rollenmuster des Patriarchats mit seiner Konstruktion männlicher Dominanz bzw. weiblicher Inferiorität und finden sowohl zwischen individualisierten Figuren, paradigmatisch in Scheidungs- und Trennungssituationen und im Szenario „Kampf ums Kind“, als auch zwischen Gruppen (zumeist in Berufswelten) statt. Freilich existieren – in Ehekomödien und vor allem in Screwball Comedies – auch die komischen, bisweilen hinreißend ironischen Varianten des Motivs.

Beispiele: Salome (USA 1922, Charles Bryant); Gilda (USA 1946, Charles Vidor); Rote Sonne (BRD 1969, Rudolf Thome); Tristana (Frankreich(Italien/Spanien 1970, Luis Buñuel).