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Gespensterfilm

Geister- und Gespensterfilme haben wie auch entsprechende TV-Serien (Buffy the Vampireslayer) zu jeder Zeit Konjunktur, insbesondere beim jugendlichen Publikum. Die beiden deutschen Leittermini – das Englische trennt hier mit ghost story/film/movie terminologisch nicht – beziehen sich nur dem ersten Anschein nach auf ein homogenes Genre und sind auch nur künstlich auseinanderzuhalten, dass etwa der Gespensterfilm seine flatternden Spukgestalten in charakteristischer Weise materialisiert (als schwarze Vampir- bzw. Fledermausgestalten oder als weiße Bettlaken- und Schlossgespenster), sie in ihrer Funktion als bewusste Erschrecker zeigt und somit einige wichtige spirituelle Dimensionen des Geisterfilms von vornherein unberücksichtigt lässt. Dieser wiederum kann völlig ohne Visualisierungen eines Gespenstes auskommen. Bloße Gespensterfilme sind – wenn sie nicht ohnehin für Kinder und Jugendliche hergestellt wurden – häufig farcenhaft unernst und komödiantisch (prototypisch: Das Wirtshaus im Spessart, 1957; Das Spukschloß im Spessart, 1960). Erinnert sei außerdem an die zahlreichen Schlossgespenster der Filmgeschichte (wie in The Ghost Goes West, 1937; The Canterville Ghost, 1944).
Die (Hong Kong-)chinesischen Geisterfilme verstehen es, die Materie des Übernatürlichen mit einer spezifisch chinesischen Version des haunted house-Motivs und hochartistischen Martial Arts-Elementen zu unterhaltsam historisierenden, romantischen Horrorkomödien zu verbinden (hervorzuheben Sinnui yauman I-III [aka: A Chinese Ghost Story I-III], Hong Kong 1987-1991, Siu-Tung Ching).

Referenzen