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Gothic horror I

von engl. gothic = ‚roh, barbarisch‘ (nach dem Volksstamm der Goten bzw. nach dem mittelalterlichen Baustil), ‚ungehobelt, sich übel benehmend; dunkel, okkult, erschreckend, drohend‘

Die Wurzeln des gothic horror-Films liegen in der sog. Schwarzen Romantik, insbesondere britischer Ausprägung, und können historisch auf Matthew Lewis’ Schauerroman The Monk (1796) zurückgeführt werden (als Stoff mehrfach verfilmt). Mit gothic wird ein Teilgebiet des Horrorgenres gekennzeichnet, dass durch eine charakteristische atmosphärische Ausgestaltung und eine bestimmte narrative Konstruktion der Filme seine emotionspsychologische Zielsetzung, kathartische Gefühle von Angst, Furcht und Entsetzen in ihrer sublimierten Form erträglichen Grusels beim wohlvorbereiteten Publikum hervorzurufen, immer wieder erfüllt. Der Vampirfilm und das haunted house-Motiv sind Idealfälle des Genres. Insbesondere letzteres evoziert verlässlich eine Gruselatmosphäre, die völlig ohne Blut auskommen kann und zudem gern in anderen Genres (Thriller, Teenie-Horror) mitverwendet wird.

Literatur: Clemens, Valdine: The return of the repressed: gothic horror from the Castle of Otranto to Alien. Albany: State University of New York Press 1999. – Skal, David J.: Hollywood gothic: the tangled web of Dracula from novel to stage to screen. London: Norton 1990. – Stevens, David: The gothic tradition. Cambridge / New York: Cambridge University Press 2000.

Referenzen