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gross-out comedies

auch: bad taste movies; von engl.: gross out = anekeln, schockieren

Eher abfällig gebrauchte Bezeichnung für eine Gattung der Filmkomödie, die sich durch äußerst flache, auf alle Formen der Exkrementation gestützte Gags auszeichnet. Nicht immer sind die Filme visuell explizit, oft genügt die akustische Repräsentation von Geräuschen des Furzens, Pissens, Ejakulierens, Kotzens sowie des Rülpsens, um den Lacher zu plazieren. Einige Gross-Out-Filme gehören erkennbar dem Teenie-Film zu, sind an ein pubertäres Publikum adressiert, das den Fäkalwitz als eigene Gattung kultiviert. Als erster expliziter Gross-Out-Film gilt There‘s Something About Mary (1998, Peter Farrelly, Bobby Farrelly). Es folgten die recht erfolgreich gelaufenen The Waterboy (1998, Adam Sandler), American Pie (1999, Paul Weitz), American Pie 2 (2001, James B. Rogers), Freddy Got Fingered (2001), American Wedding (2003, Jesse Dylan), Dumb and Dumberer: When Harry Met Lloyd (2003, Troy Miller). Auch der Cartoon-Film South Park: Bigger Longer & Uncut (1999, Trey Parker) wird dem Genre zugerechnet. John-Waters-Filme wie Pink Flamingos (1972) gelten als Vorläufer.
Gross-Out-Filme verstehen sich selbst explizit als politisch inkorrekt, sie kennen keine Geschmackstabus oder politischen Vorsichten, so dass gern auch Witze über Randgruppen oder ethnische Minoritäten gerissen werden. Gross-Out-Filme verfolgen eine skatologische Orientierung, die äußerst irritierend wirkt und meist als „Toiletten-Humor“ abqualifiziert wird.
 

Referenzen