Metainformationen zur Seite

In-law comedy

auch: inlaw comedy; dt.: Schwiegermutterkomödie; Verwandtschaftskomödie;  von engl. in-law „angeheiratete(r) Verwandte(r)“; im Einzelnen: father/mother-in-law (=Schwiegervater/-mutter), brother-in-law (=Schwager) usw.

Englischer Ausdruck für einen gefächerten Komödientyp archaischen Alters, der zu allen Zeiten und in allen Kulturen beliebt war und ist (die westliche Literatur kennt die Schwiegermutterkomödie spätestens seit Terenz‘ „Hecyra“). In Verbindung mit Bezeichnungen für angeheiratete Verwandtschaft (Schwiegermutter, -vater, -tochter, -sohn, Schwager und Schwägerin) nutzt die „in-law“-Komödie neben der meist als problematisch oder zumindest kompliziert dargestellten leidigen Praxis von bestehenden oder sich anbahnenden Verwandtschaftsbeziehungen weitere, oft vermischt auftretende Themen wie Alter, Herkunft, soziale Klasse, Hautfarbe und Religionszugehörigkeit, um eine Vielzahl von misogynen oder xenophobischen Anspielungen, Verwechslungen, Missverständnissen sowie diverse handfeste, mehr oder minder feinsinnige Späße unterzubringen. Dabei ist die sogenannte Schwiegermutterkomödie, in der naturgemäß noch weitere Verwandtschaft auftritt, das Flagschiff solcher Verwandtschaftskomödien (vgl. etwa schon Max et sa Belle-Mère, Frankreich 1910, Max Linder & Lucien Nonguet).

Einige neuere Beispiele: Father of the Bride (USA 1950, Vincente Minnelli); Guess Who's Coming to Dinner (USA 1967, Stanley Kramer); The In-Laws (USA 1979, Arthur Hiller); Monster-in-Law (USA 2005, Robert Luketic).