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Intermittierende Bewegung

von lat.: intermittere = dazwischenlegen; engl.: intermittent movement

Im Gegensatz zur Reizung des Auges mit kontinuierlicher, also dauerhafter Bewegung, ist die Wahrnehmung des Filmbildes im Kino die einer vielfach unterbrochenen Darstellung von Bewegung in sehr schnell nacheinander exponierten Phasenbildern, die man auch intermittierende Bewegung nennt. Bei heutigen Projektoren wird das Filmbild 24mal in der Sekunde ausgewechselt und insgesamt 48mal (bei dreiflügeligen Blenden sogar 72mal) projiziert. Obwohl das Reizmaterial (die Phasenbilder des Films) diskontinuierlich und die Leinwand zu einem Gutteil der Projektionszeit schwarz ist, wird die abgebildete Bewegung als kontinuierlich wahrgenommen. Es ist nicht der Nachbild- oder Phi-Effekt, der zu diesem Eindruck führt (er sorgt lediglich dafür, die Einzelbilder als zusammenhängend und die Schwarzphasen der Projektion als Flimmern zu identifizieren, weshalb ca. 50 Expositionen des Bildes nötig sind), sondern der sogenannte Stroboskop-Effekt, der den Inhalt der Bilder als „Positionsänderung“ identifiziert und so die Hypothese der „abgebildeten Bewegung“ ermöglicht.