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Kalklicht

auch: Drummondsches Licht (nach dem Erstentwickler der ersten Leuchtquelle, Sir Thomas Drummond, 1797-1840); engl.: limelight, von engl.: limestone = Kalkstein

Kalklicht war eine 1826 vorgestellte Beleuchtungsquelle, bei der eine Knallgasflamme, die auf ein Stück Kalkstein gerichtet wird, dieses zu intensivem Leuchten bringt, indem es es zur Weißglut bringt, ohne es zu schmelzen. Die Lichtemission beruht dabei auf dem Prinzip der Wärmestrahlung. Da das Kalkstück langsam verglüht, muss es regelmäßig nachgeführt bzw. erneuert werden. Die Nachführung konnte von Hand oder durch eine automatische mechanische Vorrichtung erfolgen. Kalklichtapparate waren relativ schwierig in der Handhabung: Das Wasserstoffgas musste aufwendig und kostenintensiv hergestellt werden, und es bestand ständig die Gefahr einer Knallgasexplosion. Kalklichtlampen wurden nicht nur in Leuchttürmen, sondern früh auch als Rampenlicht im Theater und in der frühen Kinematographie verwendet. Sie wurden wegen ihrer beständigen Gefährlichkeit gegen Ende des 19. Jahrhunderts von der Kohlebogenlampe abgelöst.

Literatur: Baumann, Carl‑Friedrich: Licht im Theater. Von der Argand‑Lampe bis zum Glühlampen‑Scheinwerfer. Stuttgart: Steiner Verlag Wiesbaden 1988, bes. 132ff. – Penzel, Frederick: Theatre lighting before electricity. Middletown, Conn.: Wesleyan University Press 1978.