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Klebestelle

engl.: glued area, auch: splice

Klebestellen werden von Schweißnähten unterschieden, einer anderen Form der Filmverbindungen; beide zusammen werden als Spleiße bezeichnet. Für die Anfertigung von Klebestellen gibt es zwei unterschiedliche Methoden: Werden sie mit Filmkitt gefertigt, spricht man von nasser Klebestelle (bzw. Nasskleben). Demgegenüber stehen die sogenannten trockenen Klebestellen (bzw. das Trockenkleben) mit Selbstklebeband. Beide Verfahren sind im Kino‑ und Amateurfilmbereich üblich. Das Trockenkleben ist dabei materialschonender, da zum Nasskleben die zu verbindenden Filmteile permanent überlappend miteinander verbunden werden, weshalb beim Auftrennen einer solchen Verbindung einige Bilder Verlust unumgänglich sind. Schweißnähte sind hingegen das Resultat der Verbindung von Polyesterfilm mit Hilfe von Ultraschall‑ oder Wärmeschweißgeräten, wie sie üblicherweise im Kopierwerk bei der Ausbelichtung von Filmkopien erfolgt, wenn zwei Rohfilmrollen aneinandergefügt werden.

Klebestellen und Schweißnähte sollten grundsätzlich mit dem Bildstrich zusammenfallen. Gerade das Verschweißen von Rohfilmrollen führt jedoch oftmals auch zu im Bild sichtbaren Schweißnähten. Schlecht hergestellte Verbindungsstellen sind oft Anlass von Filmriss und ‑entgleisung in Projektor und Kopiermaschine, da der Film an diesen Stellen nicht sicher geführt werden kann. 

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