Metainformationen zur Seite

Kliegl light

auch: klieg light, kleigh light, klieg, kliegl; die Verkürzung auf klieg light entstand wohl aus der Getrenntschreibung von klieglight [statt: kliegllight]

Eine „Kliegl-Leuchte“ ist ein Typ einer Kohlebogenleuchte, die 1896 entwickelt wurde und 1911 in ihrer endgültigen Form auf den Markt kam. Sie war die Standard-Leuchte bis in die 1920er Jahre. Sie erhielt ihren Namen nach den Brüdern John H. und Anton T. Kliegl (später in ‚Kleig‘ umbenannt), deutschgebürtigen Elektrikern, die 1896 die Kliegl Brothers Universal Electric Stage Lighting Company gegründet hatten. Sie kooperierten eng mit den Theatern und der neuen Filmindustrie, für die sie 1908 eine eigene Leuchtenversion herstellten. Trotz der hohen Lichtausbeute erzeugten die Lampen insofern Probleme, als ihre Helligkeit ebenso wie Rußpartikel, die von ihnen herausgeschleudert wurden, den Schauspielern Augenprobleme bereiteten (so dass sie oft Sonnenbrillen trugen). Um 1917 begann man, Diffusormaterial vor die Bogenleuchten zu spannen. Damit wurde die Lichtqualität von hart mit scharfen Schattenkanten in weich mit verlaufenden Schattenkanten verändert. Eine Ursache dieser stilistisch auffälligen Entwicklung könnte neben der Anpassung an den weichen Stil der Photographie, in der Diffusoren schon Ende des 19. Jahrhunderts üblich waren, auch die Vorsorge gegen die „Kliegl-Eye-Krankheit“ sein.
Nach einem Jahrhundert der Entwicklung von Beleuchtungstechnik stellte Universal Electric Stage Lighting Company Kliegl Bros. Props in den 1990er Jahren die Produktion ein.

Referenzen