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Kölner Wochenschau

Zwischen 1976 und 1981 das erste Kölner Videomagazin, welches als Gegenentwurf zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen mit dem Medium Video bürgernah über kommunalpolitische und soziale Zusammenhänge und Probleme berichtete. Gründungsmitglieder waren Christian Maiwurm, Jochen Fischer, Heinrich Pachl und Monika Minzlaff. Ästhetisch orientierte sich die Kölner Wochenschau am beobachtenden Dokumentarismus des amerikanischen direct cinema und legte in ihrer thematisch ausgerichteten 30minütigen „Wochenschau“ die profilmischen Ereignisse als dramaturgische Struktur zu Grunde. Als Gegenöffentlichkeit zum vorherrschenden Stadt- und Meinungsbild verlieh die Kölner Wochenschau in ihren Beiträgen insbesondere den lokalen Bürgerinitiativen eine Stimme. Die Wochenschauen wurden über Monitore in unregelmäßigen Abständen in Kinos, auf der Straße und in Kneipen vorgeführt. Eine Auswahl: Besuch beim Stadtdirektor (1979), Stadtzerstörung in Nippes – Gegen die Stadtautobahn (1979).

Literatur: Aretz, Christa / Schoor, Irene (Hrsg.): Köln im Film. Filmgeschichte(n) einer Stadt. Köln: Emons 2004, S. 270-315: „Die Wochenschau ist tot, es lebe die Wochenschau!“ Die achtziger Jahre: Neue Möglichkeiten mit dem neuen Medium Video. – Homepage „Köln im Film“. URL: http://www.koeln-im-film.de (zuletzt aufgerufen am 13.8.2012).