Metainformationen zur Seite

Komparse / Komparserie

Komparse = Individualbezeichnung; als Bezeichnung von Akteursgruppen in der Filmplanung: Komparserie

engl. extra, gelegentlich auch background artist, atmosphere people

Im älteren Sprachgebrauch war der Statist (die Statisterie) der Kleinstdarsteller, der mehr oder weniger entindividualisiert in Massenszenen eingesetzt wurde; dagegen hatte der Komparse zumindest eine minimale Handlungsrolle. Die Unterscheidung entstammt wohl der Differenzierung von Nebenrollen in Theater und Film - der Theaterstatist hat nur formelhafte Aufgaben und trägt zum Ausdrucksgehalt einer Szene nur wenig bei. Das sei im Film anders, darum nenne man Nebendarsteller hier Komparsen.
Heute versteht man allgemein unter Komparse einen Klein- oder Kleinstdarsteller. Komparsen werden in Massenszenen eingesetzt oder bilden die Personen, die öffentliche Räume wie Bahnhöfe, Hotelhallen oder auch nur Straßen beleben. Sie sind die personale Dekoration der Kulisse. Komparsen haben meistens keinen Dialog; Kleinstsprechrollen werden Extra genannt (weil sie „extra“ verwendet wurden, so sagt die etymologische Anekdote).
Nach einer ungeregelten Zeit begannen die Studios, Beschäftigungslisten zu führen und akzeptierten schließlich die Gründung einer Gewerkschaft der Kleindarsteller. Im Studiosystem gab es regelrechte Komparsenbörsen, an denen der Aufnahmeleiter die zur personellen Ausstattung nötige Komparserie bestellen konnte. Gerade zur Charakterisierung besonderer Milieus ist oft auf für die Komparserie ein Casting nötig. 
 

Referenzen