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Kopierverfahren

(1) Negativ-Positiv-Verfahren: Durch die Entwicklung des belichteten Rohfilms in der Kamera entsteht ein Negativ, von dem entweder im Kontakt- oder im optischen Kopierverfahren das vorführfähige Positiv hergestellt wird.
(2) Umkehrverfahren: Manchmal wird auf spezielles Umkehrfilmmaterial belichtet, wobei durch die Entwicklung nicht ein Negativ-, sondern ein Positiv-Bild entsteht. Traditionellerweise wurde Umkehrmaterial nach dem ersten Belichtungsvorgang gebleicht, gewässert und nochmals belichtet, wobei das Positiv nach dem zweiten Belichtungsvorgang auf dem Film erschien. Das Umkehrverfahren ist billiger als das Negativ-Positiv-Verfahren, weil Kopierwerksprozesse umgangen werden (und wird darum in Low-Budget-Produktionen eingesetzt); allerdings muss oft das ursprüngliche Original im Schnitt bearbeitet werden, was die Gefahr der Materialzerstörung ungemein erhöht. Umkehrmaterial wird vor allem im Amateurfilm eingesetzt.
(3) Die einfachste Form des Kopierens im Kopierwerk ist die Kontakt-Kopierung (auch: Durchlauf-Kontakt-Kopierung): Dabei liegen Negativ- und Positivfilm mit den Emulsionsschichten direkt aufeinander. Die beiden Filmstreifen werden mit konstanter Geschwindigkeit an einer Lichtquelle vorbeigeführt, so dass der Positivfilm belichtet wird. So können Kopiergeschwindigkeiten von mehreren hundert Metern pro Sekunde erreicht werden.
(4) Auch bei der Schrittkopierung im Kopierwerk liegen die beiden Filmstreifen unmittelbar aufeinander. Allerdings wird der Filmstreifen ruckweise an einem Kopierfenster vorbeigeführt (wie bei der Belichtung des Originalmaterials in der Kamera). Die Laufgeschwindigkeit ist entsprechend niedrig; allerdings können – bei entsprechender Führung der beiden Filmstreifen – hier auch Vergrößerungen, Verkleinerungen, Farbauszüge, optische Effekte, anamorphotische Stauchungen und ähnliches erzeugt werden.

Referenzen