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latentes Bild

Nach der Belichtung ist das Bild auf dem Filmstreifen „verborgen“ (= latent). Erst durch die chemischen Prozesse der Entwicklung wird es sichtbar.
Im Detail: Licht, das auf die Emulsion trifft, reduziert Silbersalz zu metallischem Silber. Dies geschieht folgendermaßen: Ultraviolette Strahlen spalten mit ihrer Energie das Bromsilberkorn in ein Silber-Ion (Ag+) und ein Brom-Ion (Br-). Das freigewordene Silber nennt man photolytisches (oder metallisches) Silber, es ist ganz schwarz. Es hängt als Pünktchen an den nicht gespaltenen Silbersalzkörnern. Wo viel Licht hinfiel, ist die Konzentration an Silber groß, wo wenig Licht hinkam, liegt wenig reduziertes Silber vor. Doch die Abbildung des Fotografierten oder Gefilmten ist selbst mit einem Mikroskop nicht wahrzunehmen, d.h. das photographische Bild ist zwar anwesend, aber nicht sichtbar, weshalb es ‚latentes Bild‘ genannt wird. Erst die Entwicklung bringt das Unsichtbare hervor.