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Lavalier-Mikrofon

auch: Lavallier-Mikrophon; engl.: lavalier microphone; auch kurz: lavalier, lav, lapel mike; von frz.: lavalier = eine meist aus Juwelen bestehende Halskette; die Bezeichnung bezieht sich womöglich auf die Gräfin de La Vallière (Louise Françoise de La Baume Le Blanc, duchesse de La Vallière, 1644–1710), eine der Mätressen Ludwigs XIV.
Ein kleines Ansteckmikrofon, das im Fernsehen, Theater, bei Life-Moderationen, Life-Shows etc. verwendet wird, das dem Sprecher beide Hände frei gibt. Sie sind meist mit unter der Kleidung verborgenen Drähten mit einem kleinen Sender verbunden, der am Gürtel (meist am Rücken des Sprechers, so dass dieser den Eindruck erweckt, als trage er keinen Sender) befestigt wird. Das Mikrofon weist eine möglichst geringe Baugröße auf, so dass es sich unauffällig platzieren läßt. Wichtig ist auch eine möglichst geringe Empfindlichkeit gegen Körperschall (Geräusche durch Berührung), die am besten durch Mikrofone mit kugelförmiger Richtcharakteristik realisiert werden kann.
Derartige Mikrofone gibt es seit den frühen 1960ern; als ihr Erfinder gilt der Ingenieur Lou Burroughs, der zu den Mitgründern der Mikrofon-Technik-Firma Electro-Voice, Inc. gehört. Als drahtlose Sendemikrofone standen Lavaliers erst ab den 1980ern zur Verfügung.