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Medienkompetenz

Medienkompetenz ist beim handlungsorientierten Ansatz der Medienpädagogik der Schlüsselbegriff, unter dem der selbstbewusste, eigenverantwortliche und produktive Umgang mit allen Informationstechnologien verstanden wird. Dabei bedeutet die Mündigkeit gegenüber Medien, Medienprodukte in ihrer Machart und Bedingtheit zu durchschauen; dazu gehört auch ihre Funktion in gesellschaftlichen Kommunikationsprozessen sowie die Teilhabe an diesen medial vermittelten Kommunikationen (beispielsweise im Verfassen eines Leserbriefs). Die Grundüberlegung dabei ist, dass Medien für Menschen ein wichtiges soziales Referenzsystem und Hilfe für das Erfassen und Verstehen der Welt sind. Ein eigenständiger Zugang auf der Basis von Orientierungs- und Wertungswissen sind dabei notwendig, um sich in der Vielfalt der Angebote zurechtzufinden. Dazu gehört auch die Fähigkeit, mit den Kommunikationsangeboten der Medien emotional und sozial verantwortlich umgehen zu können. Medienkompetenz soll zudem befähigen, über eine passive Konsumentenrolle hinauszugehen und Medien als Instrument für die eigenen und sozialen Interessen zu nutzen.

Literatur: Groeben, Norbert / Hurrelmann, Bettina: Medienkompetenz. Voraussetzungen, Dimensionen, Funktionen. Weinheim: Juventa 2002. – Schell, Fred / Stolzenburg, Elke / Theunert, Helga: Medienkompetenz: Grundlagen und pädagogisches Handeln. München: Kopäd 1999. – Spanhel, Dieter: Medienkompetenz als Schlüsselbegriff der Medienpädagogik? München: Kopäd 2002.

Referenzen