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Medienpädagogik

Der Begriff Medienpädagogik hat sich in den 1970er Jahren herausgebildet als pädagogische Auseinandersetzung mit und Nutzung von technischen Medien und Massenmedien. Die Medienpädagogik beschäftigt sich als Fachgebiet innerhalb der Pädagogik vor allem mit Fragen der Medienerziehung (reflektierter Medienkonsum und kritischer Umgang mit dem Medienangebot) sowie der Mediendidaktik (Funktion und Bedeutung von Medien in Lehr- und Lernprozessen). Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses steht die Medienforschung unter pädagogischen Gesichtspunkten, die sich an Kommunikations- und Medientheorien ausrichtet. Ein eher handlungsorientierter Ansatz versteht unter Medienpädagogik vor allem die Erziehung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu einem selbstbewussten, eigenverantwortlichen und produktiven Umgang mit allen Informationstechnologien (Medienkompetenz). Medienpädagogik hat verschiedene Referenzwissenschaften. Vom Gegenstandsbereich her ist die erste Bezugswissenschaft die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft bzw. die Medienwissenschaft. Weitere wichtige Verschränkungen gibt es zur Soziologie und Psychologie, aber auch zur Politikwissenschaft und Philosophie.

Literatur: Baacke, Dieter: Medienpädagogik. Tübingen: Niemeyer 1997. – Hüther, Jürgen / Schorb, Bernd: Grundbegriffe Medienpädagogik. München: Kopäd 2005.
 

Referenzen