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Mexploitation

Kofferwort aus exploitation + Mexiko, analog etwa zu Blaxploitation oder Sexploitation

Der Begriff bezeichnet aus Mexiko stammende Low-Budget- und Exploitationfilme, vor allem aus den gängigen Horror-, Science-Fiction-, Monster- und Actiongenres oder dem genuin mexikanischen Genre des lucha-libre-Films. Letzterer kreist um die in Mexiko populären Ringkämpfer (luchadores), die sich außerhalb des Ringes gegen irdische und außerirdische Gegner wehren müssen. Mit dem populärsten dieser Ringer, El Santo, entstanden zwischen 1952 und 1982 rund 50 Filme. Ab den für die mexikanische Filmindustrie krisenhaften 1970er Jahren nähert sich der Mexploitation-Film dem US-amerikanischen Vorbild an, etwa mit dem cine de ficheras –  Sexfilmen um Nachtclub-Tänzerinnen und Stripperinnen. Die für den mexikanischen Markt produzierten Filme wurden ab den späten 1950ern von US-amerikanischen Produzenten wie etwa K. Gordon Murray entdeckt, preisgünstig aufgekauft, synchronisiert und dann in US-amerikanischen Drive-in- und Bahnhofskinos verwertet. Einer der bekanntesten Mexploitation-Regisseure, René Cardona (1906-1988), drehte zwischen 1945 und 1982 angeblich 145 Filme, darunter Titel wie Las luchadoras contra el médico asesino (1963), La horripilante bestia humana (1969) oder Santo en la venganza de la momia (1971).