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Mikrofilm / Mikroverfilmung

Kamerafilm (Silberfilm) oder der von ihm gezogene negative oder positive Duplikatmikrofilm (Silber) bekannt. Er hat zwar den Vorteil erheblicher Dauerhaftigkeit, aber technisch bedingt ist er in der Benutzung im Lesegerät und/oder Reader-Printer besonderen Gefährdungen ausgesetzt. Die Schichtseite des Mikrofilms ist ungeschützt, sie kann bereits durch feuchte Finger oder Fingernägel beschädigt werden. In jedem Lesegerät, insbesondere beim Vor- und Rückspulen, sind ebenfalls Beschädigungen möglich. Die parallel zum Bildrand verlaufenden „Schleifspuren“ erinnern deutlich an die Schlieren, die Kinofilme beim Durchlauf durch schadhafte Projektoren erleiden. In den 1960er Jahren gelang die Entwicklung des Diazofilms, eines dreischichtigen Vollkunststoffilms, dessen mittlere Schicht vor der Belichtung lichtempfindlich ist. Am Anfang der Verwendung von Diazo-Material wurde befürchtet, dass der Film ausbleichen könnte, insbesondere, wenn er ultravioletten Strahlen (Tageslicht, Lesegeräte) ausgesetzt würde. Die grundsätzliche Möglichkeit des Ausbleichens ist gegeben, ist aber in der Praxis nicht relevant.