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Militärklamotte

abgemildert: Militärschwank

Genre, in dessen Zentrum der Klamauk unfähiger, alberner oder aber gewitzter Soldaten und ihrer Vorgesetzten steht. Ort des Geschehens ist meist eine beliebige Kaserne, selten jedoch spielt der Film in Kriegszeiten. Er bezieht seine klischeehafte Komik aus der hierarchischen Struktur und der überzogenen Formalisierung des Militärs sowie den Scherzen einer Männergemeinschaft (Reserve hat Ruh, Deutschland 1931, Max Obal; Les Gaietés de l‘Escadron, Frankreich 1932, Maurice Tourneur; Der Reserveheld, DDR 1965, Wolfgang Luderer). Ansonsten genügt sich die Militärklamotte selbst, erschöpft sich oft in manchmal dämlichen, gelegentlich sexistischen Witzeleien und nimmt keinerlei Bezüge zu realen außerfilmischen Zu- oder Missständen. Sie ist daher nicht zu verwechseln mit der Kriegssatire, die die Entsetzlichkeit wirklicher oder wahrscheinlicher Kriege in satirischer Form anprangert. Gleichwohl entbricht manchmal Streit darüber, ob ein Film (wie Robert Altmans M.A.S.H., 1970) satirische Tendenzen habe oder sich in reinem Slapstick erschöpfe.

Referenzen