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Mittelfilm

engl. selten: mediocre films

In den 1920ern und 1930ern verbreitete Produktions-Redeweise, die neben teure A-Produktionen die sogenannten Mittelfilme setzt, Filme mit niedrigerem Produktionsbudget, die als Durchschnitts-, Konfektions- oder Unterhaltungsfilme bis zu 80% des aktuellen Kinoangebots ausmachten. Als Beispiele für derartige, den B-Filmen der amerikanischen Studios vergleichbare Produktionen gelten Hans Steinhoffs Komödien, die er bis Mitte der 1930er gemacht hat. Auch die szenographischen Arbeiten Viktor Trivas‘ um 1930 gelten als Beleg für besondere professionelle Fähigkeiten, trotz der geringen Budgets ansehnliche Filme hervorzubringen.

Literatur: Claus, Horst: Commerce, Culture, Continuity: Hans Steinhoff's ‘Mittelfilm’ Production of Stefan Zweig's Angst (1928). In: German Life and Letters 56,2, April 2003, S. 117-131. – Claus, Horst / Tscholl, Georg (Hrsg.): Filmen für Hitler. Die Karriere des NS‑Starregisseurs Hans Steinhoff. Wien: Filmarchiv Austria 2013, Kap. III u. IV.