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Monogram Production, Inc.

Eines der wichtigsten sogenannten „poverty row studios“, die hauptsächlich B- und C-Filme für das amerikanische Hinterland produzierten und über sogenannte „states rights“-Verleiher vertrieben wurden. Gegründet wurde die Firma im Jahre 1930 von W. Ray Johnston und Trem Carr; sie entstand in einer Reorganisation der im Jahre 1924 entstandenen Rayart Film. In den nächsten Jahren produzierte Monogram ca. 30 Filme pro Jahr, zum grössten Teil Western. 1935 fusioniert die Firma mit der neugegründeten Republic Pictures, doch schon zwei Jahre später verließ Johnston Republic und rief Monogram wieder ins Leben. Statt ein eigenes Atelier zu bauen, mietete sie Produktionsstätten in den General Services Studios (Hollywood), später bei Universal. Im Jahre 1946 wurde Allied Artists als Tochterfirma von Monogram etabliert, ab 1953 hieß die Firma nur noch Allied Artists. Wie viele Billigstudios spezialisierte sich Monogram auf Serienproduktionen, etwa die Charlie-Chan-Filme mit Sidney Toler in den 1940er Jahren, die Mr.-Wong-Filme (mit Boris Karloff), die Serien um Saddle Pals, die Eastside Kids und die Bowery Boys. Gelegentlich übernahm Monogram auch den Verleih selbstständig produzierter Filme wie etwa des deutschen Exilfilms Enemy of Women (1944) von Alfred Zeisler, eine kolportierende Filmbiografie Joseph Goebbels.