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Monument Valley

Das Monument Valley in Utah ist eine der eindrücklichsten Landschaftskulissen des Films überhaupt. Weil gerade John Ford eine ganze Reihe seiner Filme in der weiten Wüstenlandschaft, in der gigantische Sandstein-Mesas wie monumentale Naturdenkmäler aufragen, gedreht hat, spricht man gelegentlich sogar von „John-Ford-County“. Der wohl erste Film, der in dieser Extremlandschaft entstand, ist The Vanishing American (1926, George B. Seitz) über die deprimierende Lage der Indianer in den Reservaten des Westens. Populär wurde das Valley aber erst durch John Fords Stagecoach (1939). Neben mehreren weiteren Ford-Filmen (darunter: My Darling Clementine, 1946; Fort Apache, 1948; Wagonmaster, 1950; The Searchers, 1956; Cheyenne Autumn, 1964) nutzten auch andere Western ( wie z.B. Billy the Kid, 1941, David Miller; The Legend of the Lone Ranger, 1981, William A. Fraker) den für das Genre so typisch erscheinenden Drehort. Filme wie das Road-Movie Easy Rider (1969) und der Spionagefilm The Eiger Sanction (1975), der Zeitreise-Actionfilm Back to the Future III (1990), der Krimi Electra Glide in Blue (1973, James William Guercio) oder die Geschichts-Parabel Forrest Gump (1994), sogar Zeichentrickfilme wie Tex Averys Wild and Woolfy (1945) oder King-Size Canary (1947) generalisierten das Image das Monument Valley als Inbegriff einer Landschaft, die einen Grenzzustand zwischen bewohnbarem Land und abweisender Natur markiert (und sich damit als extremes Symbol der Frontier-Thematik eignet), die zudem wie kaum eine zweite den Western als ur-amerikanisches Genre signifizieren kann.

Literatur: Carmichael, Deborah A. (ed.): The landscape of Hollywood westerns. Ecocriticism in an American film genre. Salt Lake City: University of Utah Press 2006. – Cowie, Peter: John Ford and the American West. New York: H.N. Abrams 2004. – Fiedler, Jeannine: Eine Landschaft für den Western – das Monument Valley. In: Filmbulletin 39,1 (=210), 1997, S. 4-5.

Film: Monument Valley: John Ford Country (USA 2006, Bryan Cooper; Kurzfilm).