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Morgana Prozess

1933 stellte The Bell & Howell Co. den Morgana Process vor, ein additives Zweifarbensystem auf 16mm-Film. Jedes einzelne Bild wurde durch einen roten bzw. blau-grünen Filter photographiert (bei einer linearen Geschwindigkeit von 24 B/S). Das Verfahren war für panchromatisches Umkehrmaterial konzipiert. Während der Projektion wurden von zwei einander folgenden Kadern eines vorwärts, eines rückwärts bewegt (1-2-3, 2-3-4, 3-4-5 usw.); jedes Kader wurde insgesamt dreimal projiziert (bei real also 72 B/S); diese rasend schnelle Projektionsfolge verhinderte einen Farb-Flickerffekt; vor der Projektionslinse rotierte eine Filteroptik mit der Geschwindigkeit von 2160 Umdrehungen pro Minute.

Literatur: Dubray, J.A.: The Morgana Process. In: Journal of the Society of Motion Picture Engineers 21,5, 1933, S. 403‑412.