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Motion Picture Association of America / Motion Picture Association / Motion Picture Export Association of America (MPA, MPAA, MPEAA)

Die MPAA wurde im Jahre 1922 gegründet, um die Interessen der Filmwirtschaft im In- und Ausland zu vertreten. Erster Präsident der MPAA war der republikanische Politiker Will Hays, der Postminister in der Regierung Harding, der von Anfang an die Verquickung der Filmwirtschaft mit der U.S.-amerikanischen Regierung vertrat. Im Januar 1925 ernannte dann Hays seinen Schwager Frederic Herron zum Leiter der neugegründeten Auslandsabteilung der MPAA, die direkte Verbindungen zum Commerce Department unterhielt und somit bestens über Entwicklungen im Filmgeschäft des Auslands informiert war. Im Zuge heftiger Kritik seitens der Katholischen League of Decency wurde Joseph I. Breen im Jahre 1934 zum Verwalter des Production Code Administration ernannt, welche eine strenge, interne Vorzensur für Hollywood einführte.
Hays‘ Nachfolger wurde Eric Johnston, der im Jahre 1945 die Auslandsabteilung zur eigenständigen Organization, die Motion Picture Export Assocation, umbenannte, um Hollywoods Vormacht im internationalen Markt zu sichern. Sie wurde wiederum im Jahre 1994 in Motion Picture Association umgetauft. Unter Johnston wurden im Zuge der anti-kommunistischen Hetze Ende der 1940er Jahre inoffiziell die schwarzen Listen eingeführt, die faktisch einem Berufsverbot für linke Filmschaffende gleichkamen. Der Production Code fiel kurze Zeit später, in Folge des Eklats um Premingers The Moon is Blue (1952), in die Bedeutungslosigkeit zurück. An seiner Stelle wurde im Jahre 1968 ein freiwilliges ratings system eingeführt. Seit Juli 1966 leitet Jack Valenti, ein Vertrauter von Lyndon B. Johnson, die MPAA und die MPEAA, die unter seiner Führung zu einer der mächtigsten Lobbys in der amerikanischen Hauptstadt geworden ist. Valenti setzte z.B. durch, dass das amerikanische Copyright im Jahre 1999 nochmals um mehr als dreißig Jahre verlängert wurde, um Disneys Urheberrecht an Mickey Maus zu schützen.

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