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Mumps-Effekt

manchmal auch: CinemaScope-Mumps; engl.: mumps effect

Die optische Kompression, die durch anamorphotische Optiken vorgenommen wurde, war in Abhängigkeit von der Entfernung der dargestellten Objekte nicht ganz stabil; vor allem kam es bei der Projektion im Nahbereich zu reduzierter oder gar verzerrender Wiedergabe kameranaher Gegenstände – was vor allem bei der Widergabe von Gesichtern zu einer Verbreiterung führte. Aus diesem Grunde verzichteten die frühen CinemaScope-Filme auf Großaufnahmen von Schauspielern. Die Metapher verweist auf die Schwellungen von Gesichtern, die durch die Virusinfektion „Ziegenpeter“ (oder Mumps) verursacht werden. Nach Vorarbeiten der Augenoptik-Firma Bausch & Lomb brachte der Panavision-Gründer Robert Gottschalk eine verbesserte CinemaScope-Optik auf den Markt (1958).
Genau der umgekehrte Effekt trat übrigens in den Randpartien des Bildfeldes auf – hier wirkten Personen schmaler als im mittleren Bereich des Bildfeldes.