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Museum of the Moving Image (MOMI)

Gegründet wurde das Museum of the Moving Image vom British Film Institute im September 1988 unter der Schirmherrschaft des Prinzen von Wales, Charles. Die treibenden Kräfte hinter dem Museum auf der South Bank waren Leslie Hardcastle, der organisatorische Leiter des National Film Theatre (BFI), und David Francis, der damalige Leiter des National Film and Television Archive (BFI); Francis war zudem einer der Hauptleihgeber, der vor allem die beträchtliche Sammlung der pre-cinema-Apparate bestückte. Die Ausstellungsfläche, die mehr als 3.000m² unter einer Brücke in unmittelbarer Nähe der Victoria Station in Anspruch nahm, führte den Besucher durch die Geschichte des Kinos, von seiner Vorgeschichte (Laterna Magica, Robertson Phantasmogorie etc.) über die Frühzeit des Films und einen nachgebauten Agitprop-Eisenbahnwaggon des Sowjetkinos der 1920er Jahre bis hin zum englischen und Hollywoodkino der 1930er Jahre. Viel zu kurz kam dabei aber die Filmgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg, vor allem die verschiedenen new waves des europäischen, asiatischen und südamerikanischen Kinos. Zudem wurde das Phänomen Fernsehen ebenso wie Video und die neuen elektronischen Medien nur kurz angedeutet, während alle Filmbeispiele nicht auf Video, sondern als 16mm-Schleifen gezeigt wurden, was eine äußerst kostspielige und archaische Ausstellungstechnologie bedeutete. Obwohl das Museum in seinen Anfangsjahren traumhafte Besucherzahlen erfahren konnte, wurde es von der Leitung des BFI im Jahre 1999 mit der Begründung geschlossen, es könne sich wirtschaftlich nicht tragen. Eine annoncierte Wiedereröffnung im Jahre 2003 im neuen BFI Film Centre in London blieb bisher aus und ist auch auf der Webpage der BFI nicht mehr angekündigt.