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Mutation

von lat.: mutatio = Veränderung

Mutation in der Bedeutung, wie sie heute meist in der Biologie verwendet wird, beschreibt die dauerhafte Veränderung des Erbguts eines Organismus, so dass dieser vom ursprünglichen Typ abweicht. Durch die Mutation wird die ursprüngliche Bedeutung der Gene verändert. Das Auftreten von Mutationen kann spontan auftreten oder durch äußere Einflüsse wie beispielsweise durch radioaktive Strahlung oder Chemikalien verursacht werden. Mutationen können sich sowohl positiv als auch negativ auf den Organismus auswirken, bleiben vielleicht sogar unbemerkt. Vor allem im Film der 1950er war es sie radioaktive Strahlung von Atombombenversuchen, die Insekten zu riesenwüchsigen Monstren machte (wie in Tarantula, USA 1955, Jack Arnold) oder auch Menschen zu fortschreitendem Kleinwuchs verdammte (The Incredible Shrinking Man, USA 1957, Jack Arnold).
Im neueren Film wird die Mutation vor allem als Erklärung für übermenschliche Fähigkeiten verwendet, manchmal mit zufälligen Einflüssen motiviert, oft aber als Effekt gentechnischer Manipulation ausgewiesen. In der X-Men-Reihe beispielsweise stellen die Mutanten einen Fortschritt in der menschlichen Evolution dar: Die markanten Veränderung ihrer Gene verleihen den Mutanten ungeheure Kräfte, die sie gegenüber normalen Menschen überlegen machen. Diese Konstellation führt zu einer extremen Spaltung und Abgrenzung von Mutanten und Normalen, so dass ein Konfliktpotenzial fast immer vorprogrammiert erscheint.

Beispiele: X-Men (USA 2000, Bryan Singer); X-Men 2 (USA/Kanada 2003, Bryan Singer); X-Men: Der letzte Widerstand (USA/Großbritanmnien/Kanada 2006 Brett Ratner); X-Men Origins: Wolverine (USA 2009, Gavin Hood); Wolf Girl (USA 2003, Thom Fitzgerald).

Literatur: Leroi, Armand Marie: Tanz der Gene. Von Zwittern, Zwergen und Zyklopen. München [...]: Spektrum 2004.