Metainformationen zur Seite

naiver Film (2)

Als „Naive“ werden manchmal Filmemacher wie John Ford, Frank Capra, Raoul Walsh oder Howard Hawks bezeichnet, die sich durch einen „natürlichen“ Umgang mit den filmischen Erzählweisen und der Apparatur des Films, der Mise-en-Scène und der Darstellung psychischer Konflikte ebenso auszeichnen wie durch eine ungebrochen-unreflektierte Bindung an religiöse oder ideologische Überzeugungen. Der heute nahezu vergessenen, ursprünglich aus der Theorie der Laienmalerei entstammenden Redeweise liegt die Überzeugung zugrunde, dass es eine ursprüngliche Imaginationskraft gebe, die sich nahezu ungefiltert in künstlerischen Ausdrucksformen äußere.

Zur Theorie der naiven Malerei: Bihalji‑Merin, Oto: Die Naiven der Welt. Eltville am Rhein: Rheingauer Verlagsgesellschaft 1986. 
 

Referenzen