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NewLine Cinema Corporation

New Line Cinema wurde 1967 von Robert Shaye gegründet, der schon mit 15 seinen ersten Film gemacht hatte und später ein New Yorker Filmhändler und -produzent geworden war. Die Firma wurde im Lauf der Jahre zu einer der führenden unabhängigen Produktions- und Verleihfirmen und verkaufte die Rechte an ihren Low-Budget- und Beatfilmen nicht nur in den USA, sondern auch in den internationalen Kinomarkt und in die Fernsehwirtschaft. Die Firma gewann an Einfluss und Aufmerksamkeit, als sie mit Produktionen wie Polyester (1981) oder der Nightmare on Elm Street-Serie (1984) äußerst erfolgreich Filme für den Geschmack jüngerer Publikumsschichten in den Markt brachte. Dieser Erfolg setzte sich bis in die Zeit fort, als die Firma in AOL-Time Warner überging – man denke an Filme wie The Teenage Mutant Ninja Turtles I-III (1990-93), The Mask (1994) oder die Genrefigur des Austin Powers (1997ff). NewLine wurde 1992 für 550 Millionen US-$ von Ted Turner aufgekauft, als die Firma ca. 12 Filme pro Jahr produzierte. Bis heute ist NewLine eine Tochter von AOL/Time Warner und umfasst eine ganze Reihe von Abteilungen, die die eigene Produktion in ganzer Breite auswerten (Kino-, Fernseh-, Videoauswertung, Ankauf von Rechten und Stoffen, Produktion, Lizensierung und Merchandising).
1991 wurde die Firma Fine Line Features aus NewLine heraus gegründet, um dem künstlerisch anspruchsvollen Film ein eigenes Label zu geben. Die neue Firma konnte sich mit Filmen wie An Angel at My Table (1989), The Player (1992), Glengarry Glen Ross (1992) bis zu I am Sam (2001) sehr erfolgreich am Markt platzieren. New Line bedient weiterhin vor allem den Geschmack des Mainstream-Publikums – und hat mit Filmen wie Dumb & Dumber (1994), Seven (1995), Blade (1998) oder dem dreiteiligen Lord of the Rings (2001-03) einige der größten Blockbuster der letzten Jahre produzieren können.

Literatur: www.newline.com. – Wyatt, Justin: The Formation of the ‘Major Independent’ : Miramax, New Line and the New Hollywood. In: Contemporary Hollywood Cinema. Ed. by Steve Neale and Murray Smith. London: Routledge 1998, S. 74-90.