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Offline-Schnitt

manchmal auch im Dt.: offline editing; das Begroffspaar online/offline entstammt der Telekommunikations- und Computersphäre; unter online versteht man dabei die unmittelbare Verbindung mit einem System; offline bezeichnet dagegen die Trennung der Systeme (man kann etwa online oder offline sein = verbunden mit dem Internet oder nicht)

Wird beim digitalen Videoschnitt mit einer Kopie des Originalmaterials gearbeitet, spricht man allgemein von Offline-Schnitt. Wird dagegen mit dem Originalmaterial gearbeitet, redet man vom Online-Schnitt. Als die ersten nicht-linearen Schnittsysteme wie das AVID-System Ende der 1980er aufkamen, lag das Originalmaterial meist noch als analoge Videoaufnahme vor. Für den Schnitt war es nötig, das Material zunächst zu digitalisieren – allerdings waren die Anlagen noch nicht in der Lage, die Datenmengen, die für den Schnitt sendefähigen Materials nötig sind, in Echtzeit zu verarbeiten; für den Offline-Schnitt wurde darum eine datenreduzierte Kopie des Rohmaterials hergestellt, die auf die Kapazitäten der Hardware abgestimmt war und mit der der Schnitt realisiert wurde (weshalb man beim Ergebnis auch von „Offline-Qualität“ sprach). Mit der dabei entstehenden Schnittliste wurde am Ende das Originalmaterial geschnitten.
Die neueren Schnittsysteme können auf ausreichende Rechner- und Festplattenkapazitäten zurückgreifen, so dass es möglich ist, das Material online zu schneiden – die Redeweise ist darum nur noch für solche Systeme sinnvoll, die mit einer datenreduzierten Zwischenkopie arbeiten.