Metainformationen zur Seite

Olympiade: Spielfilme

Olympiaden sind vielfach das Sujet von Spielfilmen gewesen. Eine ganze Reihe von Biopics schildern das Leben von Athleten (z.B. Jim Thorpe: Jim Thorpe – All American, 1951; Bob Mathias: The Bob Mathias Story, aka: The Flaming Torch, 1954; Jesse Owens: The Jesse Owens Story, 1984, TV-Film) und Athletinnen (z.B. Wilma Rudolph: Wilma, 1977, TV-Film; Nadia Comaneci: Nadia, 1984, TV-Film). Andere Filme waren der Geschichte der Olympiade gewidmet. Der zweiteilige TV-Film The First Olympics – Athens 1896 (1984) rekonstruiert die Ereignisse, die zur ersten modernen Olympiade führten. Die gleichen Vorgänge erzählt auch der Spielfilm It Happened in Athens (1962) aus der Perspektive des griechischen Hirten Spyros Louis, der in Athen den Marathonlauf gewann. Jayne Mansfield spielt hier eine Frau, die versprochen hatte, den Sieger des Laufs zu heiraten. In neueren Olympia-Filmen werden auch psychische Probleme von Spitzensportlern beleuchtet, die dem Erfolgsdruck nicht ohne Doping standhalten können, z.B. On Thin Ice – The Tai Babilonia Story (1991), der die Alkoholsucht und Depressionen einer Olympia-Eiskunstläuferin schildert. Der vielleicht bedeutendste Olympia-Spielfilm ist Hugh Hudsons hymnischer Chariots of Fire (1982), der am Beispiel zweier Läufer, die zum englischen Olympia-Team gehören, einen asketischen und einen exzessiven Zugang zum Leistungssport kontrastiert und zugleich sozialgeschichtliche und ideologische Rahmen aufspannt, in denen der olympische Wettkampf gefasst werden kann.
Gelegentlich ist die Olympiade als Schauplatz inszeniert worden. In Charlie Chan at the Olympics (1937) nimmt nicht nur Charlie Chans Sohn als Schwimmer an den Spielen teil, sondern der Held deckt auch noch ein Mordkomplott während der Berliner Spiele von 1936 auf. Erinnert sei schließlich an Steven Lisbergers Zeichentrickfilm Animalympics (1979), der den olympischen Wettkampf der Tiere als Slapstick-Komödie ausführt.